Roswal-Produkte AG

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Das Meerschweinchen und seine Haltung

Meerschweinchen

Hallo liebe Freunde!

Ich bin Meerschweinchen "Maxli". Mit einem Schwein habe ich allerdings wenig zu tun. Diesen Namen haben nur die alten Seefahrer angehängt, als sie mich aus meiner alten Heimat, den Bergen von Chile und Peru in Südamerika, nach Europa schleppten. Meer, weil wir übers Meer gekommen sind, und Schwein, weil wir immerzu gepfiffen haben, obwohl Schweine ja nicht pfeifen, sondern grunzen.

In der Freiheit war unser Speisezettel eher karg. Da es im Jahr nur etwa während zwei Monaten Wasser hatte, mussten wir uns meistens mit dürren Gräsern, einigen Samen und der Rinde der wenigen Sträucher und Bäume begnügen. Als Wasserlieferanten mussten die stacheligen Kaktusse herhalten.

Wir Meerschweinchen sind ein geselliges Volk. Wir leben in Familien zusammen, anerkennen unser Oberhaupt und tolerieren auch unsere Grossväter, Grossmütter, Brüder und Schwestern in unserer Gemeinschaft.

Das Leben in meinem alten Heimatland war hart. Feinde hatten wir aus der Luft die verschiedenen Raubvögel und zu Lande die Raubtiere, die es dort in den verschiedensten Arten gibt und nicht zuletzt die Menschen. Die Indianer haben unsereins gejagt und verspiesen. Wir wurden zu diesem Zweck auch als Haus- und Opfertiere gefangen gehalten.

Unsere einzige Waffe ist die grosse Fruchtbarkeit unserer Mütter. Sie bekommen nach einer Tragzeit von 68 Tagen 3-6 Junge und das 3-4 mal im Jahr. Warum haben unsere Mütter eine so lange Tragzeit? Mäusen genügen doch nur 21 Tage. Mäuse sind sogenannte Nesthocker, sie kommen nackt zur Welt und müssen von den Eltern noch eine geraume Zeit gepflegt werden. Unsere Kinder erblicken das Licht der Welt bereits fix und fertig entwickelt. Schon bald nach der Geburt folgen sie ihrer Mutter, säugen an ihren zwei Zitzen, und nehmen dabei auch schon Futter auf. Die Folge dieser reichlichen Nahrungsaufnahme ist eine rasche Entwicklung. Mit zehn bis zwölf Wochen sind sie auch schon wieder fortpflanzungsfähig.

So, das wären in ganz kurzen Zeilen meine Herkunft. Jetzt aber bin ich bei Dir, in der Wohnung oder im Garten, vielleicht aber auch auf dem Balkon. Damit wir uns gegenseitig gut verstehen, möchte ich Dir einige Tipps geben, wie es mir bei Dir am Besten gefällt. Mein Heim sollte mindestens eine Grösse von 100 mal 60cm haben, damit ich mich ein bisschen bewegen kann. Da ich ein Nagetier bin, sollte es massiv sein. Eine Schachtel genügt nicht, am Besten kaufst Du Dir einen Spezialbehälter beim Zoohändler, sonst bin ich eines schönen Morgens verschwunden. Im Sommer wäre das wegen der Nahrung nicht weiter schlimm, da finde ich im Freien genug. Da ich aber von Natur aus keine Nester oder Höhlen baue, wäre ich im Winter sehr harten Bedingungen ausgesetzt, die ich kaum überleben könnte, da mir ja ein warmes Zuhause fehlen würde. Wenn Du mich im Garten unterbringen willst, so hage mir ein möglichst grosses Stück Rasen ein, achte darauf, dass ich auch einen schattigen Platz aufsuchen kann und decke, wenn nicht genug Versteckmöglichkeiten vorhanden sind, das Ganze mit einem Gitter ab, damit ich nicht auf dem Speisezettel eines Hunder oder einer Katze lande. Wenn Du mich auf dem Balkon unterbringen willst, so schaue besonders darauf, dass ich nicht den ganzen Tag der prallen Sonne ausgesetzt bin.

Aber von Kiste oder Platz im Garten kann man ja nicht leben. Man braucht auch zu essen und manchmal gar zu trinken. Also zu meinem Menüplan! Du könnteset jetzt hingehen und all die tausend verschiedenen Kräuter suchen, die ich in meiner alten Heimat vorgefunden habe, sie trocknen und mir anbieten. Das wäre sicher das Beste. Ich glaube aber kaum, dass Dir das möglich sein wird, also nehmen wir ganz einfach gewöhnliches Heu. Es ist aber heute leider so, dass man kaum mehr Heu von einer Naturwiese kaufen kann, sondern von sogenannten, kultivierten, angesähten Wiesen, die meistens nur zwei bis drei Grassorten enthalten. Bei diesem Futter fehlen mir natürlich die verschiedensten Grundnahrungsmittel. Ein grosser Tierfreund hat deshalb in jahrelanger Arbeit ein Futter entwickelt, das alle Grundnahrungsmittel, die ich zum Leben brauche, enthält. Die Vitamine sind da, ebenso die verschiedensten Spurenelemente. Sein Name: DORSWAL - Meerschweinchenfutter in Pellet- oder Körnermischung. Du erhältst es in allen guten Zoofachgeschäften.

Nun brauche ich aber noch etwas Flüssiges. Es muss nicht immer in Form von Wasser sein. Gib mir jeden Tag einige Löwenzahnblätter, frisches Gras (Achtung vor Spritzmitteln, Dünger und in Strassennähe vor Bleirückständen!), einen Apfel (ungespritzt!), eine geschälte Karotte oder was Du sonst an Grünem oder an Früchten im Haus hast. So kann ich meinen geringen Flüssigkeitsbedarf meist schon decken, ohne dass ich Wasser trinke. Stelle es mir aber in einem sauberen Schälchen trotzdem zur Verfügung. Auf Kohlgemüse solltest Du besser verzichten, damit ich keine Magenverstimmung bekomme.

Mein Kot sollte stets trocken und brüchig sein. Wenn das nicht der Fall ist, erhalte ich zu viel Flüssigkeit. Oft mästet man mich mit ölhaltigen Hanf- und Sonnenblumenkernen regelrecht, was natürlich meine Lebenserwartung beträchtlich herabsetzt, (Leberverfettung und Entzündung der Därme). Normalerweise werde ich etwa 4 bis 5 Jahre alt.

Damit ich meine Zähne abschleifen kann - sie wachsen mein ganzes Leben lang - gib mir von Zeit zu Zeit Nagerbisquits. Als Bodengrund kannst Du mir Heu in den Behälter geben. Davon werde ich natürlich die besten Stücke gerne naschen. Ich kann mich darin aber auch gut verstecken. Wenn du einmal sehen solltest, dass ich meinen eigenen Kot fresse, so leide ich nicht etwa an Hunger. Ich mache das hie und da, weil ich ein schlechter Futterverwerter bin und die ganze Geschichte nochmals verdauen möchte und so noch verschiedene Spurenelemente aufnehmen kann.

Fassen wir nochmals alles zusammen:

  1. Meine Unterkunft: Eine Behausung aus dem Zoofachgeschäft, oder ein Platz im Garten oder auf dem Balkon.
  2. Mein Menüplan: DORSWAL-Meerschweinchenfutter. Salat, Früchte, Gemüse (kein Kohl), Heu und etwas um die Zähne abzuschleifen. Denke aber immer daran, dass Küchenabfälle und Resten von Deinem Menü mir nicht gut bekommen, ich bin ja schliesslich kein Schwein.

Wenn Du mit mir lieb bist, mich hie und da streichelst und mich beim Namen rufst, so werde ich Dir für lange Zeit ein guter und treuer Freund sein. Ich werde zahm und Du wirst sicher grosse Freude an mir haben.

Tschau, mein lieber Freund,
Dein Maxli

NB: Spezialfutter gibt es auch für meine anderen Freunde. So findest Du im Zoofachgeschäft ausser DORSWAL-Meerschweinchenfutter auch Produkte mit gleichem Namen für Hamster, Springmäuse, Zwerghasen, Schildkröten, verschiedene Fischarten, usw...


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© 2010 by Roswal-Produkte AG: www.roswal.ch - 1. Juli 2010