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Roswal-Post 30
SIGS Gründung und Biographie
Dieser Bericht nimmt den 80. Geburtstag des Gründers der
Schildkröten Interesse-Gesellschaft Schweiz (SIGS) zum Anlass. Er soll die
einstige und gegenwärtige Beziehung zwischen der Roswal AG und der SIGS
darlegen.
Zur Gründung der SIGS im Jahre 1985 kam es, weil die DGHT (Deutsche
Gesellschaft für Herpetologie und Terrarienkunde) zwar jedes Jahr eine
fünftägige Tagung mit vielen Vorträgen organisierte,
Schildkrötenliebhaber an dieser jedoch eher zu kurz kamen. Die
Vorträge hatten häufiger Echsen und Schlangen zum Thema, so dass sich
das Bedürfnis nach einem 'reinen' Schildkrötenverein regte.
Initiant war Walter Rösli, welcher 1985 zusammen mit Jakob Städeli und
Robert Baumberger die SIGS gründete, die Schildkröten
Interesse-Gesellschaft Schweiz.
Als Vorstand der Firma Roswal AG, welche mit der artgerechten Nahrung für
Landschildkröten 1966 ihr erstes Produkt auf den Markt brachte, hatte
Walter Rösli in seiner Kundschaft potentielle Mitglieder für die SIGS
gefunden. Diese wurden angeschrieben und konnten per Anmeldeformular der
Gesellschaft beitreten.
Innerhalb eines Jahres zählte die SIGS ca. 350 Mitglieder. Die Gesellschaft
sollte die Möglichkeit bieten, Wissen über Schildkröten unter den
Mitgliedern breit auszustreuen und den Informationsaustausch unter den Mitgliedern zu fördern.
1986 fand eine erste Führung durch die Schildkrötenanlage von Walter
Rösli in Affoltern statt. Bei 80 Anmeldungen erschienen 100 Besucher, ein
voller Erfolg. Es wurde eine Schildkrötenanlage gezeigt und erklärt
und es konnten Fragen gestellt werden. Dieser Führung folgten drei weitere,
unter anderem in Solothurn.
Im Gegensatz zu heute hatten Schildkröten in den 80er Jahren einen sehr
geringen Wert. Der SIGS lag deshalb sehr am Herzen zu verhindern, dass
Schildkröten ausgesetzt wurden. Auch sollten möglichst keine
Schildkröten aus dem Ausland importiert, sondern die Nachfrage in der
Schweiz durch Zucht gedeckt werden.
1989 wurde ein Mitgliederverzeichnis gedruckt und an die Mitglieder verteilt.
Dieses Verzeichnis hatte den Zweck, dass Mitglieder sich direkt untereinander
austauschen konnten. Da es auch darüber informierte, wer welche
Schildkrötenarten züchtete, sollte so der Bedarf innerhalb der
Gesellschaft gedeckt werden können. Was als gute Idee begann, stellte sich
leider als ein Risiko für alle diejenigen heraus, welche freimütig
über ihre Zucht Auskunft gegeben hatten. An vielen Orten verschwanden
Schildkröten spurlos.
1990 gab Walter Rösli seinen Austritt aus der SIGS bekannt. Im Vorstand
konnte keine Einigkeit über die Gründung von Sektionen und deren
Finanzierung erreicht werden.
Der SIGS exisiert nach wie vor, hat jedoch seit dem Austritt von Walter
Rösli nichts mehr mit der Roswal AG zu tun.
Seit 1976 hat Walter Rösli die Koordinationsstelle für
Schildkröten des Zürcher Zoos inne und vermittelt so Schildkröten
ein neues Zuhause. Die Informationsstelle bei der Roswal AG besteht ausserdem
immer noch. In Form von Roswal-Post kann Information auch per Post angefordert
oder im Internet heruntergeladen werden.
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